Montura

 

DER ERSTE SCHNEE

von Andrea Segre

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Der erste Schnee wird im Tal von allen erwartet. Er verwandelt Farben, Formen, Konturen: vergräbt Zäune und Barrieren. Trotz der Temperatur wärmt Schnee das Herz und bietet unerwartete Kommunikationsmöglichkeiten.

Dani hat noch nie Schnee gesehen: Er ist in Togo geboren und auf der Flucht vor dem Krieg in Libyen in Italien gestrandet. Er ist Gast in einem Flüchtlingslager in Pergine, einem Ort im Trentino, am Anfang des Mocheni-Tals. Ein isolierter Spalt zwischen den Bergen, gefärbt von Lärchen, Buchen und Tannen, wo es immer noch einige Leute gibt, die eine antike germanische Sprache sprechen. Er hat eine einjährige Tochter, um die er sich aufgrund seines beißenden Schmerzes, der ihn geradezu lähmt, nicht kümmern kann.

Pietro, ein alter Schreiner und Bienenzüchter des Tals lädt Dani ein, in seiner Werkstatt in der Berghütte zu arbeiten, in der er mit seiner Nichte Elisa und seinem Neffen Michele lebt. Der Vater des Jungen ist vor kurzem gestorben und hat im Leben des Sohnes eine große Leere hinterlassen. Ein Unwohlsein, das dieser in einem kontinuierlichen Konflikt mit seiner Mutter auslebt, während er Unterstützung und Freundschaft bei seinem Onkel Fabio sucht.

Es ist Winter: Der weiße Mantel wird früher oder später herabfallen. Es bleibt nicht viel Zeit, die Bienenstöcke zu reparieren und Holz zu sammeln. In diesem unsicheren Zeitraum bahnen sich Schmerz und Stille ihren Weg zu Verständnis und Wissen. Gerade so viel, wie benötigt wird, damit sich Blätter und Bäume auf ihre Veränderung vorbereiten können: In diesen kurzen Augenblicken und inmitten dieser Wälder erhalten Dani und Michele die Möglichkeit, sich zuzuhören und in sich hineinzuhören.

REGIE: Andrea Segre
THEMA UND DREHBUCH: Marco Pettenello, Andrea Segre
CAST: Jean-Christophe Folly, Matteo Marchel, Anita Caprioli, Peter Mitterrutzner, Giuseppe Battiston, Paolo Pierobon, Leonardo Paoli, Lorenzo Pintarelli, Andrea Pennacchi, Roberto Citran
ORIGINALMUSIKEN: Piccola Bottega Baltazar
PRODUZIERT VON: Francesco Bonsembiante und Marco Paolini für Jolefilm mit Rai Cinema
DAUER: 105 Minuten
MIT UNTERSTÜTZUNG VON: Trentino Film Commission, Trentino Marketing Spa, Montura, Davide Orsoni, Generaldirektion für Kino – MiBAC
FILMSTART: 2013
PREISE: Gran Premio Fiction, Premio del pubblico Annecy Cinéma Italien 2013