Montura

 

DIE TRÄUME DES SALZSEES

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Kazachastan erlebt heute die Euphorie der Entwicklung, an die Italien sich schon lange nicht mehr erinnern kann. Dennoch ist sein Wachstum dauerhaft mit der italienischen Wirtschaft verbunden. Das Wirtschaftswachstum in Kasachstan liegt bei 6 % jährlich (eine Rate, die es in Italien nur in den 60er Jahren gab) und basiert größtenteils auf der Erdöl- und Gasgewinnung.

Der Energiekonzern ENI spielt eine Schlüsselrolle in der Verwaltung der kasachischen Vorkommen und viele Italiener arbeiten in Kasachstan. Dies betrifft insbesondere die Regionen rund um das kaspische Meer, wo dieser Film gedreht wurde. Die Bilder der großen eurasiatischen Steppen, der unendlichen und im post-sowjetischen Stil geordneten Weiten verschmelzen im Film und im Kopf des Drehbuchautors mit den Bildern eines in den 60er Jahren angesiedelten Italiens aus den Archiven von ENI. Gedreht wurden diese in den 60er Jahren von den Eltern von Andrea Segre, die das damalige Wirtschaftswunder mit großer Euphorie erlebt haben. Der zwischen Aktau und Astana, zwischen sich vor dem kaspischen Meer erstreckenden Erdölsteppen und der extremen Modernität der neuen Hauptstadt spielende Film hält inne, um sich das Leben und die Träume alter Bauern oder von Schäfern und jungen Frauen anzuhören, deren Leben durch die Entstehung großer Erdölkonzerne in der kasachischen Wirtschaft vollkommen auf den Kopf gestellt wurden. Ihre Erzählungen stehen auf die Ferne im Dialog mit denen italienischer Männer und Frauen, die vor 50 Jahren ähnliche Emotionen und Hoffnungen lebten.

REGIE: Andrea Segre
KAMERA: Matteo Calore
SCHNITT: Chiara Russo
MUSIK: Sergio Marchesini
DREHBUCH: Simone Falso
PRODUZENT: Francesco Bonsembiante
PRODUKTIONSFIRMA: Jolefilm
CO-PRODUKTION: Rai Cinema
IN ZUSAMMENARBEIT MIT: Montura Editing und Internazionale
FILMSTART: 2015
PREISE: 'Issaverdens' Doc/it Professional Award des italienischen Dokumentarfilmverbands, 2016