Montura

 

Carceri d’invenzione

Armin Linke in Zusammenarbeit mit Giulia Bruno und Giuseppe Ielasi

von Anselm Franke

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Unter dem Titel "Broken Nature: Design Takes on Human Survival" konzentriert sich die XXII. Triennale di Milano auf die bedrohte Umwelt. In seinen fotografischen und filmischen Arbeiten untersucht Armin Linke die menschengemachten Strukturen und Designs, welche den Planeten Erde an die Schwelle des Klimawandels und des Anthropozäns gebracht haben.

Die Installation "Carceri d’Invenzione" entlehnt ihren Titel den berühmten Radierungen von Giovanni Battista Piranesi aus dem Jahr 1750, deren Architektur-Fantasien und gewaltige Kerkerkonstruktionen vielfältige Widersprüche und irrationale Verstrickungen zum Ausdruck bringen. Ausgehend von umfangreichen Feldforschungen untersuchen Armin Linke, Giulia Bruno und Giuseppe Ielasi die Zusammenhänge zwischen der Ausbeutung von Rohstoffen, planetarischen Ökosystemen, politischen Institutionen und wissenschaftlichen Infrastrukturen. So entsteht eine visuelle Analyse der Konflikträume des Klimawandels. 

Armin Linkes Feldforschungen begannen mit dem Projekt Anthropozän Observatorium am HKW, einer Zusammenarbeit mit Territorial Agency (John Palmesino and Ann-Sofi Rönnskog) und dem HKW-Kurator Anselm Franke. Seit 2013 treibt das HKW die Debatten um das Anthropozän und den menschlichen Einfluss auf die Erde voran.

Das Studio Armin Linke wurde von Fundació Sorigué (Lleida, Spanien), Fondazione Matera-Basilicata 2019, TBA21-Academy und Montura / Tasci Srl für diese Ausstellung unterstutzt.

Im Auftrag des Hauses der Kulturen der Welt (HKW), Berlin.
Das HKW ist eine Abteilung für Kulturveranstaltungen der Bundesregierung in Berlin GmbH.

Präsentiert von Mousse Magazine & Publishing.

 

Carceri d'Invenzione, Armin Linke with Giulia Bruno and Giuseppe Ielasi. Installation excerpt. from Armin Linke on Vimeo.